Geschichte

Im Mittelalter gehörte Hirschfelde seit 1450 zum Besitz der Lokatorenfamilie der Ritter von Krummensee. Danach wechselten mehrfach seine Besitzer. 1586 wurde Hirschfelde Rittergut und gelangte 1753 in den Besitz des preußischen Justizministers Levin Friedrich von Bismarck, der es nach seinem Tod 1774 an seinen Sohn August Wilhelm von Bismarck vererbte.

Eine kulturelle Blütezeit erlebte Hirschfelde Anfang des 20. Jahrhunderts durch den damaligen Besitzer des Rittergutes, den Berliner Unternehmer und Mäzen
Eduard Arnhold. Den Park des Gutshauses ließ er als Skulpturenpark neu anlegen und stiftete das Johannaheim im benachbarten Werftpfuhl als Waisenheim, in dem junge, mittellose Mädchen eine ausgezeichnete Erziehung erhielten. Heute ist im Johannaheim die Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein untergebracht.

Von der Skulpturensammlung Eduard Arnholds ist einzig die Bronzestatue eines Hirschen, geschaffen von dem Berliner Bildhauer
Louis Tuaillon, erhalten geblieben. Sie stand in früheren Zeiten vor dem Gutshaus und ist heute an ihrem neuen Standort auf dem Dorfanger mit den beiden Pfuhlen zum Wahrzeichen von Hirschfelde geworden. Die Reste des Parks stehen inzwischen unter Denkmalschutz.

Auch die mittelalterliche märkische Dorfkirche, eine Chorquadratkirche mit Turm aus dem 13. Jahrhundert, steht unter Denkmalschutz. Leider sind noch nicht alle schweren Nachkriegsschäden beseitigt, auch wenn inzwischen wieder Gottesdienste im Altarraum der Kirche stattfinden können. Ein eigens gegründeter Förderverein bemüht sich um den weiteren Wiederaufbau.